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Der Vorstand
wünscht unseren Mitgliedern und Lesern
eine besinnliche Adventszeit und eine
 
 
 
Weihnachten 2022
 
Frohe Weihnacht
 
   
Eine "Bürgerversicherung" haben sich SPD; Grüne und die Linke für die nächste Legislaturperiode nach der Bundestagswahl in diesem Jahr auf ihre Fahnen geschrieben.
 
In der Zielsetzung sind sich diese Parteien grundsätzlich einig: Eine Existenzberechtigung für ein zweiteiliges Versicherungssystem, gesetzliche und private Krankenversicherung, wird heute im 21. Jahrhundert nicht mehr gesehen.
 
Der Vorstand der BfA-Gemeinschaft wird sich eingehend mit den verschiedenen Vorschlägen befassen und darauf zurückkommen.
 
Äußerst bemerkenswert, und auch befremdlich, sind die Äußerungen zu dieser Thematik vom Präsidenten der Bundesärztekammer auf dem Ärztetag Ende Mai in Hannover gewesen. Mit großem Beifall der Mediziner wandte sich Frank Ulrich Montgomery gegen "Staatsmedizin und Einheitsversicherung". Daß sich die versammelte Ärzteschaft weiterhin für eine Zweiteilung der Systeme einsetzt, ist aus deren Sichtweise aus ökonomischen Gründen nachzuvollziehen. Es bleibt aber das Geheimnis des Ärztepräsidenten, eine Bürgerversicherung mit "Staatsmedizin" gleichzusetzen. Hier wird von Vornherein die Idee einer Versicherung für alle Bürger negativ abgekanzelt. Zu dieser Linie paßt dann die weitere Unterstellung, im deutschen Gesundheitswesen würden "Feiheit" und "Wettbewerb" verloren gehen.
 
Als Alternative für eine zukünftige Finanzierung im Gesundheitswesen konnte der Ärztetag nur eine "Skizze" vorlegen. Die Rede war von einer "Kopfpauschale" für jeden Versicherten. Dies würde aber nur ein bestimmtes Leistungspaket betreffen; den Rest müßte der Versicherte über Zusatzbeiträge zahlen. War damit "Freiheit" und "Wettbewerb" gemeint? Bei solch einem Modell würden am Ende wieder die gesetzlich Versicherten zusätzlich zur Kasse gebeten.
 
Der Vorstand der BfA-Gemeinschaft wird die Diskussion um die zukünftige Finanzierung im deutschen Gesudnheitswesen konstruktiv, kritisch und aktiv begleiten.
 

Zur Person des Autors
 
Karl Heinz Plaumann Karl-Heinz Plaumann, Mitglied des Vorstandes der BfA-Gemeinschaft
Geschäftsführer des MDK BaWü im Ruhestand
Finanzausschussvorsitzender DRV-Bund
 
Siehe auch:
 
 
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Keine Panikmache

Rossbach RossbachWir sind weit entfernt von irgendwelchen Schreckensszenarien. Uns ist es in den letzten zwanzig Jahren gelungen,'die Rentenversicherung sehr gut auszutarieren. Natürlich müssen wir uns gesamtgesellschaftlich überlegen,wie wir mit einem höheren Anteil Älterer umgehen wollen. Und was wir bereit sind, dafür auch zu investieren. Von Panikmache halte ich aber gar nichts

Gundula Roßbach
Präsidentin Deutsche Rentenversicherung
11.11.2022

 

   
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