Wenn der MorbiRSA  und die Zuteilung der Geldmittel aus dem Gesundheitsfonds nicht stimmen, dann kommen die Kassen mit einer ungünstigen Versichertenstruktur in Schwierigkeiten. Auch wenn die Rechtsprechung inzwischen (zumindest) eines LSG die Regelungen des BVA in Verbindung mit dem BMG für nicht rechtmäßig hält. Aber die Politik lässt die Rosinenpickerei weiter zu.

Logo KKH-AllianzDie Hannoversche Allgemeine berichtet über weitere Sparmaßnahmen  bei der KKH. Im Gliederungsnetz soll es zu  Einschränkungen kommen. Insbesondere in den Ballungszentren wird die Anzahl der Regionalgeschäftsstellen gesenkt. Es verbleiben von bisher 13 nur noch 8  Dienststellen. Die Servicezentren werden von bisher  110 auf 75 reduziert. . Die Beschäftigtenzahl soll  von bisher 4000 Stellen um300 Stellen gesenkt werden. Dabei wird die Hauptverwaltung, die bisher schon 800 Mitarbeiter zählte um voraussichtlich 40 Mitarbeiter aufgestockt werden.

Auch der Vertrieb wird personelle Opfer bringen müssen. Statt bisher 470 Mitarbeiter werden nur noch 400 Mitarbeiter eingesetzt.

Die Begründung für die Einschränkungen im Gliederungsnetz lautet:

„Mit der neuen Struktur reagiert die KKH nach eigenen Angaben aber auch auf das veränderte Verhalten ihrer Versicherten. Insbesondere bei jüngeren Mitgliedern gehe der Trend in Richtung Beratung über das Internet - flächendeckend Zentren mit Öffnungszeiten von 8 bis 18 Uhr an fünf Tagen in der Woche vorzuhalten sei nicht mehr zeitgemäß.“

Aber auch bei dieser Begründung ist alles wie bisher schon von anderen gleichgelagerten Fällen bekannt. Die KKH bekommt die Verwaltungskosten im Risikostrukturausgleich nicht vollständig ausgeglichen. Es handelt sich – so die Presse – um   2 Millionen Euro, die nicht abgedeckt sind. Diese Summe soll jetzt wohl über eine Personalreduzierung aufgefangen werden.

Bei den Leistungsanbietern kann man diese im Bezug zu Gesamthaushalt vernachlässigbare Summe des Unterschusses im Haushalt  sicherlich nicht einsparen. Das geht nur beim Personal und den Sachkosten des Gliederungsnetzes. 

Nur gut, dass die Gewerkschaften schon nach einem Sanierungstarifvertrag rufen. Abgeschlossen – so die Aussagen von dritter Seite – ist er noch nicht. Aber wir können sicherlich darauf vertrauen, dass für die Beschäftigten alles gut wird.

 


   
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