Nun hat sich der Vorstandsvorsitzende der zweitgrößten Krankenkasse, der Techniker Krankenkasse (TK), Prof. Klusen  zur Kopfpauschale bekannt. Sicherlich mit Zustimmung seines Verwaltungsrates und sicherlich ganz der Meinung seines Verbandes (vdek) entsprechend. Oder sollte es dort eine Lücke der Information zwischen dem Prof. und den Gremien geben? Noch unter dem 24.02.10 führte der Verband der Ersatzkassen (vdek) – also dem Verband dem auch der Prof. Klusen und seine TK angehört mit:
 
vdek warnt: Kopfpauschalen keine Alternative zum beitragsfinanzierten System
Vorsitzender Zahn: zu viele Risiken und Nebenwirkungen
 
Knapp vier Wochen später äußert sich der Vorstandsvorsitzender der zweitgrößten Kasse des Verbandes im „Hamburger Abendblatt“ in eine ganz andere Richtung. Was nun? Auf einmal keine Bedenken mehr? Oder sind alle, die in der Pressemitteilung aufgezählten Bedenken aus dem Weg geräumt? Wenn nicht, was hat den Sinneswandel bewirkt? Ist es etwa die politische Nähe zu einzelnen Personen oder gar ganzen Parteien, der Grund für diese Salto rückwärts?
 
Wenn die parteipolitische Frage im Vordergrund stehen sollte, dann sollte Herr Klusen sich auch nur als Privatmensch äußern und nicht sein Amt als Vorstandsvorsitzender der TK dazu nutzen, seiner  Stellungnahme zusätzliches Gewicht zu geben. Es sei denn, sein Verwaltungsrat hat ihm dafür den Auftrag gegeben. Schön wäre es, wenn wir dazu etwas hören könnten. Eine Aussage ist schon deshalb notwendig, weil man daran ablesen könnte, welche Stellung der Verband der Ersatzkassen überhaupt noch in den Überlegungen der TK einnimmt. Den eines Kropfes? Sie kennen ja das Bonmot vom Kropf und der Begriffserklärung von „flüssig“ und „überflüssig“. Auf jeden Fall ist hier der  vdek gefordert.
 
 
Für die BfA-Gemeinschaft ist ein Grund zum Abweichen von der Forderung  einer paritätisch  finanzierte gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) , nicht zu erkennen. Die GKV hat sich trotz vieler stürmischer Zeiten seit über hunder Jahren als eine Einrichtung erwiesen, die es möglich gemacht hat., allen Menschen in Deutschland den Zutritt zu allen Leistungen der Medizin zu gewährleisten. Dieses bewährte System darf man nicht infrage stellen. Auch nicht die Verantwortung der Betriebe für die Finanzierung der GKV.  (siehe hierzu auch der Artikel - Schwarz/Gelbe Geisterfahrer - von Norbert Blüm, Arbeitsminister a.D)

 


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