Das Bundesversicherungsamt führt nach einer Darstellung der dpa aus, dass Zusatzbeiträge einigen Kassen auf  Dauer nicht helfen werden. Deshalb müsse man sich auf die Schließung von Kassen in der Zukunft einstellen. Der Präsident des BVA, Maximilian Gaßner führte nach dem "opg-Informationsdienst" aus: «Stellen wir fest, dass die Leistungsfähigkeit einer Kasse auf Dauer nicht gesichert ist, werden wir konsequent den Weg der Schließung gehen» .

 

Nach Gaßners Worten gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen «aktuell einige Problemfälle. Wir sehen jedoch aktuell keine Veranlassung, Insolvenzanträge zu stellen.» Schon früher habe es Schließungen von Kassen gegeben. Es sei in der Vergangenheit aber auch versucht worden, «Krankenkassen durch Fusionen zu sanieren» .

Nach unseren Recherchen haben Mitte April zwei Betriebskrankenkassen eine mögliche Überschuldung beim Bundesversicherungsamt (BVA) angezeigt. Davon sind 400 000 Mitglieder betroffen. Zu solch einer Anzeige sind die Kassen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, die seit Jahresbeginn gelten, verpflichtet. Betroffen könnte die BKK für Heilberufe sein, die seit Anfang des Jahres bis zu 37,50 Euro monatlich von ihren Mitgliedern nehmen muss. {footnote}1% vom versicherungspflichtigen Einkommen{/footnote}. In den meisten Fällen führt die Situation einer Überschuldung mit Hilfe des BVA zu einer Fusion der Kassen, mit stärkeren Partnern wie es Gaßner richtig ausführte.


   
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