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    Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
    (Aristoteles)

    Ich kann es immer noch nicht fassen, dass mein Freund, Werner, der Vorstandsvorsitzende der DRV-Bund, der Bundesvorsitzende der BfA DRV – Gemeinschaft nicht mehr unter uns ist. Werner hat am 07.05. seinen letzten Weg angetreten.

    Freunde Veen u. LubinskiNoch am 30.04. hatte er mit mir, dem Freund aus seinem, wie er immer sagte, Büro an der Ostsee gesprochen. Neue Aufträge „erteilt“ bekommen und fertiggestellte Unterlagen entgegengenommen. Dann noch die ganz private Planung für ein paar Tage alleine für uns mit unseren Ehefrauen. (Seiner Gaby und meiner Regierung, der Angelika.) Dresden und Umgebung war das Ziel. Er selbst wollte dazwischen noch an dem Veteranentreffen seiner Gewerkschaftskollegen in Bremerhaven teilnehmen.

    Über 50 Jahre sind wir den Weg zusammen gegangen. Fast wie ein altes Ehepaar: In guten wie in schlechten Zeiten. Die vielen großen Feste, wie zuletzt die „Diamantene Hochzeit“ von mir und meiner Frau, oder die Hochzeit seiner Tochter. Dann die Abschiede von wesentlichen Personen unserer beider Familien.

    Wenn wir die Aufgaben von heute und die Vorhaben für die Zukunft erörterten, dann stand, je älter wir wurden, immer dieser Satz des Philosophen Seneca im Raum:

    „Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind“

    Trotzdem haben wir zusammen immer wieder versucht die Zukunft in all den Bereichen zu planen, in denen wir alleine oder zusammen tätig waren.

    Er war ein großartiger Freund, ein Weggefährte wie nur wenige Menschen ihn an ihrer Seite haben dürften. Anerkannt durch viele Institutionen, denen er sich ehrenamtlich zur Verfügung stellte, weit über die Zeit seiner beruflichen Tätigkeit hinaus. Ob es sein leidenschaftlicher Einsatz in der Rentenversicherung, im MDK (heute MD), den Berufsförderungswerken oder dem BAR war. Es ist dies nur eine Auswahl all der vielen erfolgreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Da war es für mich eine Freude, dass ihm auf seinem, dem Gemeinwohl orientierten Weg, schon vor Jahren, der Herr Bundespräsident als Anerkennung für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen hat.

    Nicht nur für mich, war es seine dem Gegenüber zugewandte, einnehmende Art, die ihn so liebenswert machte. Alle diejenigen, die mit ihm zusammenarbeiten durften, die ihm freundschaftlich verbunden waren, verlieren mit ihm einen großartigen Menschen. Werner war sowohl in seiner beruflichen Laufbahn als Landesgeschäftsführer der DAK-Gesundheit in NRW, wie in seinen vielen Ehrenämtern und im privaten Umfeld eine herausragende Persönlichkeit. Er war ein Mensch im besten Sinne, der in besonderer Weise dem Einzelnen zugewandt war und wo immer es ging diesem hilfreich zur Seite stand.

    Seine Heimat war Bottrop. Er war ein großer Anhänger von Schalke 04. Klar: Dauerkarteninhaber seit langer Zeit. Wie habe ich die letzten drei Jahre immer mit ihm die Daumen gedrückt. Ein Aufstieg in die erste Liga sollte es doch sein. Das Schicksal wollte es, dass er am 02.05. nicht mehr im Stadion sein konnte, so freut es mich, dass er im Krankenhaus noch diesen Aufstieg verfolgen konnte. Dies ist. bei all dem Schmerz den ich verspüre, für mich ein Trost. Es wird für ihn ein Geschenk gewesen sein, nicht wissend, dass dies einer der letzten positiven Momente in seinem so ereignisreichen Leben war.

    Persönlich bin ich dankbar, dass ich in den vielen Jahrzehnten, sowohl im Beruf als auch an vielen Stellen im Ehrenamt an seiner Seite sein durfte, dass er mein Freund wie kein anderer war, und ich es für ihn sein durfte.

    Auch, wenn es nicht jeder erkennt: Ich weiß genau, wie wichtig Du warst. Mein Freund, du fehlst nicht nur mir und der Familie, sondern auch einer Vielzahl von Weggefährten und Weggefährtinnen, die dir sicherlich gerne die letzte Ehre erweisen würden.

    Cord Peter

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