Die allseits aufgestellte Behauptung, dass es einen Ärztemangel in Deutschland gäbe, hat die BfA-Gemeinschaft in dieser undifferenzierten Art zu keinem Zeitpunkt unterstützt. Unsere Auffassung war, dass es abweichend vom Mainstream in der Diskussion zurzeit nur einen regional zu verzeichnenden Mangel an Ärzten gibt. Das Problem wäre also weniger der Mangel, als mehr ein „Verteilungsproblem“.

 

Das heißt, dass es den zuständigen Gremien der selbstverwalteten Kammern der Ärzte nicht gelungen ist, notwendige Kapazitäten an die richtigen Stellen, also zu den Vakanzen in den unterversorgten Regionen zu bringen. Hier insbesondere ist der Osten der Republik besonders negativ betroffen. Der Sicherstellungsauftrag liegt bei den Ärztekammern. Diese sind jetzt aufgefordert mit Vorschlägen aufzuwarten, wie man die offenene Arztstellen in der Fläche besetzt.

 
Gestützt wird nun unsere Auffassung von der Statitistik der Bundesärztekammer.{footnote} Dtsch Arztebl 2010; 107(16): A 756–8 {/footnote} Danach sind 325.945 Mediziner ärztlich tätig. Das sind 6.248 Ärzte (oder 2%) mehr als vor einem Jahr. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Der Anteil der angestellten Ärzte in der ambulanten Versorgung nimmt zu (+ 14,1 Prozent).Im übrigen folgt das durchschnittliche Lebensalter der Ärzte dem durch die Demographie vorgezeichneten allgemeinen Trend.
 
Alle Fakten sind dem Dokument der Ärztekammer zu entnehmen.

 


   
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